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Jüngere Untersuchungen geben Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einem tiefen Folatspiegel in der Frühschwangerschaft und späterer Hyperaktivität des Kindes.

Der positive Einfluss einer ausreichenden Folsäure-Versorgung vor und während der Schwangerschaft beschränkt sich nicht nur auf die Senkung des Risikos von «Spina bifida» und «Anencephalie», sondern betrifft auch andere Aspekte der kindlichen Gesundheit.

Folsäure zeigt positive Effekte

Zwei neuere Studien haben die Beziehung zwischen der Folsäure-Versorgung und der Konzentrations- und Hirnleistungsfähigkeit der Kinder untersucht. Eine schwedische Studie hat ergeben, dass Jugendliche mit einem hohen Folsäurespiegel im Durchschnitt bessere Schulnoten haben als Schüler mit tiefem Spiegel. Eine britische Studie überprüfte den Zusammenhang zwischen den Folatspiegeln von Müttern in der Frühschwangerschaft und Hyperaktivitäts-Symptomen der Kinder. Um die Beziehung zwischen Folsäure-Versorgung der Mutter während der Schwangerschaft und Hyperaktivität des Kindes zu überprüfen, befragten die Wissenschaftler dieselben Probandinnen acht bis neun Jahre nach der Schwangerschaft zum Verhalten ihres Kindes. Die Untersuchung zeigte, dass ein niedriger Folatspiegel in der frühen Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit für eine spätere Hyperaktivität des Kindes erhöht.

Beide Studien bestätigen die Hypothese, dass die Ernährung der Mutter die Entwicklung des Kindes, insbesondere die Entwicklung des Nervensystems und des Gehirns, beeinflusst und Folsäure dabei eine entscheidende Rolle spielt.