Volltextsuche

Datum

Quelle

Stiftung Folsäure Schweiz, Wissenschaftlicher Beirat

Thema

Folsäure-Prophylaxe

Folsäure und Prävention

Die Prävention bringt mit der Reduktion von Spina bifida grosse Kosteneinsparungen, So haben amerikanische Forscher schon 2002 berichtet, dass die Reduktion der Spina bifida um 23% in den Jahren 1996 bis 1999 jährlich 143 Millionen Dollar einsparte. 2015 wurden die Daten neu erhoben. Für einen einzelnen Patienten beliefen sich die direkten Kosten auf 791'900 $, dabei entfielen 513'500 $ für medizinische Behandlung, 63'500 $ für Dienstleistungen und Ausbildung und 214’900 $ für die Betreuung. Die Anreicherung des Mehls kostete 0.15 – 1 $ pro Tonne Mehl, gesamthaft $ 4 Millionen. Bei der Annahme von 767 verhinderten lebendgeborenen Kindern mit Spina bifida in einem Jahr würden so bis 603 Millionen $ gespart (13). Das Gleiche könnte auch für die Prävention von angeborenen Herzfehlern gelten. Folsäure Supplementation der Mutter vor der Konzeption brachte ein reduziertes Risiko von kongenitalen Herzfehlern von gesamthaft 58% (=OR 0.42, 95% CI 0.21-0.86) mit gewissen Unterschieden zwischen den einzelnen Herzfehlern: OR 0.37 für Fehlbildungen der grossen Gefässe, OR 0.34 für Vorhof Septum defekt. Niedrige Folataufnahme mit der Nahrung und keine Supplementation während der Schwangerschaft war mit einem etwa 2-fach erhöhten Risiko für Herzfehler verbunden. 

Literatur 

Mao B, Qiu J, Zhao N, et al (2017) Maternal folic acid supplementation and dietary folate intake and congenital heart defects. PLoS ONE 12(11) e0187996. 

Grosse SD et al. Retrospective Assessment of Cost Savings From Prevention: Folic Acis Fortification and Spina Bifida in the U.S. Am J Prev Med 2016 ; 50 (Suppl 1) :74-80.